Nachtspeicherheizung

Nachtspeicherheizung – oft teuer und veraltet

Die Nachtspeicherheizung gilt als unmodern und teuer. Sowohl durch die hohen Betriebs- als auch durch Energiekosten steht die Nachspeicherheizung in Verruf. Doch welche Heizsysteme und Ergänzungen stehen als Alternativen bereit. Muss ich meine alte Nachtspeicherheizung komplett abschaffen? Oder kann ich mein Heizsystem mit einer Solaranlage kombinieren? Sprechen Sie uns an! Wir von bad&heizung beraten Sie zu den Alternativen für Ihre Nachtspeicherheizung und weisen Ihnen den Weg in Richtung „preiswert und bewusst heizen“. 

Nachtspeicherheizung – Nutzung bis über das Jahr 2019 hinaus gesetzlich gesichert!

Unter dem Begriff Nachtspeicherheizung sind mehrere Bauarten von Heizungen vereint. Dazu zählen z. B. Einzelspeichergeräte, Fußbodenheizungen, Warmwasserzentralheizungen oder auch Nachtspeicheröfen. Sie alle beruhen auf dem gleichen Prinzip: Mit Strom werden sogenannte Formsteine auf mehrere Hundert Grad Celsius erwärmt. Diese leiten dann im Laufe des Tages die Wärme an die jeweiligen Heizflächen oder -körper weiter. Die Nachtspeicherheizung stammt noch aus der Zeit, als das Verbrennen von Kohle und Heizöl eine massive Umweltverschmutzung herbeiführte und Alternative entwickelt werden mussten. In den 50er und 60er Jahren galt die Nachtspeicherheizung als innovativ, zuverlässig und platzsparend. Auch die Beschaffung und Lagerung von Rohstoffen wie Kohle, Holz oder Öl entfiel. Die Stromversorger belieferten die Nachtspeicherheizung meist nachts mit Strom, da um diese Zeit die Nachfrage an Strom viel geringer ausfiel als am Tag. Die Belieferung mit Nachtstrom war nicht nur tariflich für den Verbraucher günstig, sondern löste auch das Problem der Stromversorger, ihre Stromleistung konstant und somit wirtschaftlich zu halten. Viele Förderprogramme für den Einbau einer Nachtspeicherheizung und preisgünstige Nachtstromtarife folgten in den Jahren nach 1960. Die Bundesregierung griff in diese Entwicklung 2009 ein und erklärte in der Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, dass alle Nachtspeicherheizungen nach einer Übergangsfrist nicht mehr betrieben werden dürfen. Allerdings hob die Nachfolgeregierung dieses Gesetz wieder auf, sodass auch nach 2019 Nachtspeicherheizungen weiter genutzt werden können. 

Alternativen zur Nachtspeicherheizung

Für die Nachtspeicherheizung gibt es viele gute Alternativen. Allerdings spielen bei einer Modernisierung Form und Alter der Nachtspeicherheizung eine Rolle. Eine sehr alte zentrale Nachtspeicherheizung sollte schon allein aus Umwelt- und Kostengründen grundlegend durch ein anderes Heizsystem ausgetauscht werden. Je nach Möglichkeit kommt hier eine Gas- oder auch Pelletheizung infrage. Besteht die Nachtspeicherheizung lediglich aus einer Fußbodenheizung, können Heizsysteme mit erneuerbaren Energien wie z. B. eine Wärmepumpe, Solaranlage oder ein Blockheizkraftwerk (BHKW) das bestehende System unterstützen. Auch eine ergänzende Infrarotheizung wäre denkbar, basiert sie doch auch auf elektrischer Energie. Jedoch verbraucht eine Infrarotheizung weit aus weniger Strom, da sie eine andersartige Grundfunktion besitzt. Egal, wie Sie sich entscheiden, eine Modernisierung Ihrer Nachtspeicherheizung senkt Ihre Energiekosten, trägt zur Entlastung der Umwelt bei und macht Ihre Heizung zudem zukunftsfähig